Mietrecht: Fallen und Irrtümer

Die Mehrzahl der deutschen Haushalte sind Mieterhaushalte. Dennoch - oder gerade deshalb - existieren zahlreiche Irrtümer darüber, was erlaubt und was verboten ist. Ein kleiner Überblick über die größten Mietrechts-Irrtümer.

Das Recht und insbesondere das Mietrecht ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Kein Wunder, dass es etliche weitverbreitete Irrtümer gibt, die böse ins Auge gehen können. Denn solche hartnäckigen Gerüchte wie: Der Mieter muss nur drei potenzielle Nachmieter benennen und ist dann schnell aus dem Mietvertrag raus, sind schlichtweg falsch. Wer sich auf solche Weisheiten beruft und einfach auszieht, bekommt ein paar dicke Rechnungen: vom Vermieter, vom Anwalt und vielleicht sogar vom Gericht.

Tatsache ist: Der Mieter ist an die vertragliche Vereinbarung gebunden, die in den meisten Fällen der gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten entspricht. Da hilft es auch nicht, wenn der Mieter ein ganzes Dutzend potenzielle Nachmieter organisiert. Wenn der Vermieter nicht will, muss sich der Mieter ohne wenn und aber an die Kündigungsfrist halten.

Ein weiterer Irrtum: Alle Angaben im Mietvertrag müssen peinlichst exakt sein. Das stimmt so - zum Ärger vieler Mieter - nicht. Insbesondere bei der Wohnungsgröße darf geschummelt werden. Wer feststellt, dass seine angeblich 100 Quadratmeter große Mietwohnung tatsächlich nur 91 Quadratmeter groß ist, kann die Miete deshalb nicht kürzen. Erst bei einer Abweichung von zehn Prozent liegt ein Wohnungsmangel vor. Darunter hat der Mieter Pech gehabt.

Auch wenn es um Lärm geht, gibt es oftmals Missverständnisse: So wird oft behauptet, dass es der Mieter zwei Mal im Jahr so richtig krachen lassen darf. Auch das ist falsch. Man darf ja auch nicht zwei Mal im Jahr im Halteverbot parken. Was das laute Feiern betrifft gilt: Lärmbelästigung ist Lärmbelästigung und die muss weder der Vermieter noch die Mitmieter hinnehmen.

(Text-Quelle: Immowelt.de)

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