Wohneigentum: nie erschwinglicher als jetzt

Noch nie konnten sich in Deutschland mehr Menschen ein Eigenheim leisten als jetzt, sagt der Immobilienverband Deutschland (IVD). Der Verband stützt seine Annahme auf einen sogenannten Erschwinglichkeitsindex. Neben den Preisen für Wohneigentum erfasst dieser auch das Zinsniveau für Hypothekendarlehen sowie das verfügbare Einkommen der Bevölkerung.

Es sei nie günstiger gewesen, sich eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus zuzulegen – trotz moderat steigender Preise. Zu diesem Schluss kommt der Immobilienverband IVD in einer aktuellen Pressemitteilung. Seine These untermauert der Verband mit einem Erschwinglichkeitsindex. In diesen fließen neben den Preisen für Wohneigentum auch die Zinsen für Baukredite sowie das bei der Bevölkerung verfügbare Einkommen mit ein. Am Ende ergibt sich daraus eine Kennziffer, deren Höhe die Erschwinglichkeit von Wohneigentum anzeigt – je höher, desto erschwinglicher. Aktuell liegt der Wert bei 139 über dem bisherigen Allzeithoch von Ende 2012, als der Index einen Wert von 134,6 erreicht hatte.

Mieter können über Erwerb von Wohneigentum nachdenken

Der Höchststand des Erschwinglichkeitsindex sei ein guter Zeitpunkt für deutsche Mieterhaushalte, über den Erwerb ihrer vier Wände nachzudenken, so Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. Unter den deutschen Großstädten ist es in den östlichen Bezirken Berlins am einfachsten, sich eine Wohnung zu leisten. Der Erschwinglichkeitsindex liegt hier bei 139,45 – im Westen der Stadt liegt der Wert dagegen deutlich darunter bei 105,98. Überraschend ist der relativ hohe Wert von Hamburg – der Erschwinglichkeitsindex liegt hier bei 123,77 Punkten. „Der günstige Wert für Hamburg erklärt sich durch das gute Verhältnis des verfügbaren Einkommens zum Immobilienpreis“, erklärt Schick.

Wenig überraschend: Den geringsten Erschwinglichkeitsindex gibt es in München mit einer Punktzahl von 58,65. Die Erschwinglichkeit sei in der bayerischen Landeshauptstadt im Jahresverlauf zwar gestiegen. Dennoch müsse ein durchschnittlicher Haushalt dort fast 43 Prozent seines Einkommens für die Immobilienfinanzierung ausgeben, heißt es vom IVD.

Prognose für das kommende Jahr

Für das kommende Jahr erwartet der Immobilienverband, dass Immobilien geringfügig weniger erschwinglich werden. „Die Zinsen für Immobilienkredite können kaum mehr niedriger werden“, so Schick. Der IVD-Vize erwartet gleichzeitig moderat steigende Preise für Wohneigentum. “Kaufinteressenten sollten daher jetzt zuschlagen“, so Schick. Eine höhere Erschwinglichkeit von Wohneigentum sei in zahlreichen deutschen Städten kaum mehr zu erwarten.

(Text-Quelle: Immowelt.de)

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