Welche Nebenkosten den Immobilienkauf verteuern

Die Immobilienbranche schäumt. „Der Wettlauf um die höchsten Steuersätze ist weiterhin in vollem Gange und muss nun endlich beendet werden“, sagt Hans-Joachim Beck, Leiter Abteilung Steuern beim Immobilien- und Maklerverband IVD. „Die Erhöhungen sind aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen nicht hinzunehmen und wir fordern, dass der Bund die Steuerspirale bei der Grunderwerb-steuer stoppt“.

Eine Eigentumswohnung nütze mehr als jede Mietpreisbremse oder jeder Milieuschutz. „Der Kauf der eigenen Wohnung ist der beste Schutz vor Mietsteigerungen und insbesondere im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine der besten Formen der Altersvorsorge“.

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist ein bedeutender Teil der Nebenkosten, die bei einem Immobilienkauf anfallen können. Je nach Bundesland beträgt sie zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Erst nach Begleichung der Steuerschuld kann der Käufer die Immobilie ins Grundbuch eintragen. Dazu erhält er eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, die er bei der Eintragung vorlegen muss.

Notargebühren

Auf einen Notar kann der Käufer einer Immobilie nicht verzichten. Dieser besorgt die für den Kaufvollzug erforderlichen Unterlagen und überwacht die Eigentumsumschreibung im Grundbuch auf den Käufer. Die Kosten für den Notar sind gesetzlich geregelt. Sie hängen im Wesentlichen vom Kaufpreis der Immobilie ab und sind auf der Webseite der Bundesnotarkammer zu finden.

Kosten für die Grundbucheintragung

Erst wenn der Kauf einer Immobilie im Grundbuch eingetragen ist, gelten Käufer als rechtmäßiger Besitzer. Das Grundbuchamt ist für diesen formalen Akt zuständig. Dafür verlangt es Gebühren. Zusätzlich können noch Schreib- und Vormerkkosten anfallen. Die Unterlagen, die für die Grundbucheintragung nötig sind, können online übermittelt und in einer elektronischen Akte abgelegt werden.

Umzugskosten

Umziehen ist nicht nur umständlich, sondern eventuell auch teuer. Wer sich beim Umzug nicht auf die Hilfe von Freunden und Verwandten verlassen kann, kann ein Umzugsunternehmen beauftragen. Die Preise ändern sich von Firma zu Firma stark, deshalb lohnt sich der Vergleich.

Maklercourtage

Ein Makler hilft bei der Suche nach einer passenden Immobilie. Für seine Leistungen verlangt er bei einem erfolgreichen Geschäftsabschluss bis zu sieben Prozent des Kaufpreises als Provision.

Finanzierungskosten

Zu den Finanzierungskosten gehören alle Kosten, die für die Kreditbeschaffung bei einem Immobilienkauf anfallen, zum Beispiel Zinsen oder auch Provisionen für eine Kreditvermittlung. Je nachdem, ob die Immobilie vom Käufer selbst genutzt oder vermietet werden soll, werden diese Kosten steuerlich unterschiedlich behandelt. So können die Finanzierungskosten für ein Mietshaus in der Steuererklärung als Betriebsausgaben, beziehungsweise als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Modernisierungs- und Renovierungskosten

Auch die Kosten für Arbeiten am Haus sollten Immobilienkäufer bedenken. Die können gering sein, wenn beispielsweise nur die Küche ausgetauscht werden muss. Sollten aber Rohre und Leitungen defekt sein, können diese Kosten schnell ansteigen. Teuer kann es auch werden, wenn die Immobilie denkmalgeschützt ist.

 

(Text-Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien)

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