Schimmel in der Wohnung: Manchmal ist der Mieter selber schuld

Wenn die Wohnung schimmelt, kann der Mieter oft die Miete mindern, eine Reparatur verlangen oder gar kündigen. Das gilt aber nicht, wenn er den Schimmel selbst verursacht hat. Daher gilt: Öfter mal stoßlüften, um Schimmel zu vermeiden. 

Schimmel in der Wohnung ist ein heute immer häufiger anzutreffendes Problem. Grund dafür ist oft, dass in nur wenig gedämmten Altbauten hochdichte Isolierglasfenster eingebaut werden. Feuchtigkeit, die zuvor durch die Ritzen der Fenster entweichen konnte, bleibt dann in der Wohnung. Zu allem Übel dämmen hochwertige Isolierglasfenster bisweilen besser, als die oft dünnen Wände von Altbauten. Die Folge: Feuchtigkeit kondensiert an den Wänden und nicht an den Innenseiten der Fenster, Schimmel kann sich bilden. Um das zu verhindern, ist nach dem Einbau von neuen Fenstern häufigeres Stoßlüften nötig. Zudem sollte ausreichend geheizt werden, denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte.

Über einen Altbau-Schimmel-Fall hatte unlängst das Amtsgericht Nürtingen (Az.: 42 C 1905/09) zu entscheiden. Die Mieter mokierten sich über schimmelnde Wände und kürzten die Miete. Sie vermuteten einen Wasserschaden in der darüber liegenden Wohnung als Ursache. Ein vom Vermieter beauftragter Sachverständiger konnte einen solchen jedoch nicht feststellen. Vielmehr war nach Ansicht des Experten eine unzureichende Beheizung und mangelnde Belüftung ursächlich. Schuld waren demnach die Mieter, urteilten die Amtsrichter. Auch hätte der Vermieter seine Mieter nicht auf die Notwendigkeit häufigeren Lüftens und besseren Heizens aufmerksam machen müssen. Denn dieses Wissen sei heute als allgemein bekannt vorauszusetzen.

(Text-Quelle: Immowelt.de)

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