Wie die Städte und Gemeinden "zuschlagen"

Laut Bund der Steuerzahler fließen so in Deutschland aktuell rund 12,5 Milliarden Euro an die Kommunen. „Jede Kommune kann frei über die Grundsteuer entscheiden, die Einnahmen schwanken kaum, fließen sofort und sind leicht berechenbar“, erklärt ein Sprecher des Bundes der Steuerzahler NRW. „Das macht die Steuer so beliebt.“

Die Auswertung zeigt: Allein seit 2014 haben rund 70 der untersuchten knapp 400 Gemeinden und Städte die Grundsteuer um mehr als zehn Prozentpunkte erhöht. Noch bis Juni haben die Kommunen Zeit, ihre Steuerpläne für das Jahr 2015 umzusetzen. „Wer sich für eine Mietpreisbremse ausspricht, darf auf der anderen Seite nicht selbst die Wohnkosten durch höhere Grundsteuern nach oben treiben,“ sagt Holznagel.

So funktioniert die Grundsteuer

Was ist die Grunderwerbsteuer?

Die Grundsteuer ist eine Steuer auf das Grundeigentum. Die Grundsteuer B betrifft bebaute Flächen und damit Eigenheime und Mietshäuser.

Wer zahlt die Grundsteuer

Die Grundsteuer zahlt jeder Grundstückseigentümer, aber auch die Mieter. Denn sie kann über die Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden.

Wer profitiert von der Grundsteuer

Die Grundsteuer bringt den Gemeinden rund 12,5 Milliarden Euro jährlich ein, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Wie wird die Grundsteuer berechnet?

Gesetzliche Grundlage der Grundsteuer ist das Grundsteuergesetz. Danach stellt die Finanzbehörde einen sogenannten Einheitswert für das Grundstück fest. In vielen Fällen beruht die Wertermittlung auf den Einheitswerten, die für das Jahr 1935 bzw. 1964 festgestellt wurden oder auf einer entsprechenden Wertfortschreibung. Multipliziert wird dann mit der Steuermesszahl, die je nach Lage und Art des Grundstücks zwischen 2,6 und 10 Promille beträgt.

Wie Gemeinden ihre Bürger be- oder entlasten

Letzter Faktor bei der Berechnung der Grundsteuer ist der von der Gemeinde festgelegte Hebesatz. Dabei können sich die Hebesätze und damit auch die Höhe der zu zahlenden Grundsteuer von Gemeinde zu Gemeinde stark unterscheiden. Über die Hebesätze können die Gemeinden also ihre Bürger mehr oder weniger stark belasten. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Kommunen diese Hebesätze stark erhöht.

(Text-Quelle: www.handelsblatt.com/finanzen//immobilien)

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